EED Energieeffizienz-Richtlinie: Neuerung der Heizkostenverordnung fordert Funk-Ablesung für Vermieter die in Deutschland

Klimaschutz ist ein Thema der heutigen Zeit. Im Dezember 2018 hat die Europäische Union im Immobilienbereich neue Vorschriften erlassen. Die Energieeffizenz-Richtlinie, die Nachhaltigkeit fördern und Ressourcen sparen soll. Am 25. Oktober 2020 wurde die EED in nationales Recht umgesetzt. Die Staaten der EU sind von nun an verpflichtet, Einsparpotenziale zu erkennen und zu nutzen.

Inhalt der EED Richtlinie
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Mieter sitzt in Wohnung und wundert sich über die EED

Die Richtlinie der EED wurden beschlossen.
Monatliche Verbrauchsinformationen ab Januar 2020.

Am 05.11.2021 hat der Bundesrat im Plenum über die Umsetzung der EED-Richtlinie innerhalb der Neuerung der Heizkostenverordnung entschieden. Das bedeutet für Sie als Vermieter/Verwalter:

  • Versand von monatlichen Verbrauchsinformationen an Ihre Mieter
  • Verpflichtender Einsatz von fernauslesbarer Messtechnik ab 2027
  • Erweiterung der jährlichen Heizkostenverordnung um weitere Informationen

Die monatlichen Verbrauchsinformationen werden jedoch erst dann zur Pflicht, wenn fernauslesbare Zähler verbaut sind. Analoge Ablesung der Zählerstände ist wirtschaftlich nicht umsetzbar. 

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Das Ziel der Energieeffizienz-Richtlinie

Das Ziel der EED ist ambitioniert und gewagt. Fast 60 % der deutschen Haushalte sind vermietet und somit hat das Parlament sich auf Eigentümer von Mietwohnungen konzentriert. 
Eine Vorschrift sticht dabei besonders heraus: Fernauslesbare Zählertechnik soll vermehrt zur Energiewende beitragen. Ab dem 25.10.2020 dürfen keine analogen Zähler mehr verbaut werden. Dies bedeutet, dass neue Heizkostenverteiler zwingend fernauslesbar sein müssen. Diese Messgeräte sollen das Verbrauchsverhalten verbessern. 

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Die vier Schritte der Umsetzung

Wir haben für Sie die Neuerungen und Bestimmungen der novellierte EED zusammengefasst:

24.10.2018 - Der Beschluss

Die Energieeffizienz-Richtlinie wird von der EU beschlossen. Die Staaten hatten bis zum 25.10.2020 Zeit, die Beschlüsse in die Energy Efficiency Direktive zu überführen. 

25.10.2020 - Umsetzung in deutsches Recht

Die Umsetzung erfolgte durch eine Novellierung der Heizkostenverordnung. Von nun an müssen neue Heizkostenkostenverteiler fernauslesbar sein, wenn der Austausch technisch möglich und wirtschaftlich sinnvoll ist. Die Verbrauchsinformationen sind vierteljährlich zur Verfügung zustellen, wenn der Mieter dies fordert. 

01.01.2022 - Monatliche Verbrauchsinformationen

Sollte bis dahin auf fernauslesbare Zähler umgerüstet sein, sollen Vermieter einmal im Monat über den Verbrauch informieren. 

01.01.2027 - Pflicht für Funkzähler

Ab dem Jahr 2027 müssen die Bestandsanlagen fernauslesbar sein. So wird die manuelle Ablesung in einer Wohnung entfallen. 

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Was ändert die Energieeffizienz-Richtlinie?

In der Immobilienwirtschaft sind Auswirkungen der EED deutlich zu erkennen. Die Transparenz für Bewohner von Mehrfamilienhäusern wird gestärkt.

  • Im Vordergrund steht die verpflichtende Nutzung von Funkzählern. So fordert die EED den Einsatz von fernauslesbaren Heizkostenverteilern, Wasserzählern und Wärmezählern. Seit der Umsetzung dürfen in Deutschland nur noch digitale Zähler installiert werden. So sind Vermieter dazu verpflichtet, die alten Zähler gegen innovative Funksysteme einzutauschen. 
  • Um Energie zu sparen, wird auf Effizienz gesetzt. Mit der Energieeffizienz-Richtlinie wird der Verbrauch nun mehrmals unterjährig erfasst. Die Mieter sollen so für den Einsatz von Ressourcen sensibilisiert werden. Für das Klima können dadurch CO2 Emissionen gesenkt werden und Mieter profitieren von geringen Heizkosten. 

Die Vor- und Nachteile der EED

Die Richtlinie verfolgt viele Ziele, die für die Umwelt und den Mieter positiv ausfallen. Zusammengefasst sind die Vorteile:

  • Verbrauch nachvollziehen
  • natürliche Ressourcen sparen
  • Energiebedarf senken
  • Bewohner für Verbrauch sensibilisieren
  • Einsparmöglichkeiten erkennen
  • CO2-Ausstoß reduzieren
  • Kostenreduzierung

Mieterfreundlich mag die EED sein, jedoch kommt es bei dem Eigentümer zu einem erheblichen Mehraufwand.

  • Verwaltungsaufwand steigt
  • Monatliche Verbrauchsinformation erstellen
  • Umstellung der Verwaltung
  • Höhere Verwaltungskosten
  • Kompliziertes Datenmanagement
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Update & Neuerungen zur EED Richtlinie:

14. Juli 2021 - Fit für 55

Brüssel hat das „Fit für 55“-Paket vorgelegt. Ziel des Pakets ist die Senkung des Energieverbrauchs der EU-Staaten um 55%. Nur so lässt sich der notwenige Wandel der Industrie, Gesellschaft und Immobilienwirtschaft herbeiführen. Dazu wurden die bisherigen Einsparverpflichtungen nahezu verdoppelt. Auch die EED ist dabei ein wesentlicher Bestandteil des Gesetzespakets. Mitglieder sollen so bis 2030 den Energieverbrauch um 9 Prozent senken.

Ab Januar 2022 soll der nächste Schritt der Verordnung in Kraft treten. Ab Anfang des Jahres sind Mietern mit fernablesbaren Heizkostenzählern monatliche Verbrauchsinformationen vorzulegen.

23. September 2021 - EED Richtlinie weiter verschoben

Die Novellierung der Heizkostenverordnung und der damit verbundenen Umsetzung der EED wurde vom Bundeskabinett auf die Zeit nach den Bundestagswahlen verschoben. Geplant war, dass die Länder dem Gesetz am 17.09.2021 mit Mehrheitsbescheid zustimmen, jedoch wurde diese Gesetzesänderung vorerst von der Agenda gestrichen.
Die Vorschrift, die Wohnimmobilien auf fernauslesbare Heizkostenverteiler oder Wärmemengenzähler umzurüsten, gilt jedoch nach wie vor und muss bis 2027 endgültig vollzogen sein.

11. Oktober 2021 - Umsetzung der Energy Efficiency Directive wird kritisiert

Laut einer aktuellen Studie vom Fraunhofer (Stefan Scheuer) werden die Ziele der EED (Energy Efficiency Direktive) kritisch betrachtet und Vorschläge zur Verbesserung zur Umsetzung vorgeschlagen, die zur Einhaltung der Klimaziele beitragen können. Neben der Priorisierung der Vorschriften wird auch die Reihenfolge der anzuwendenden Instrumente untersucht. Zudem sorgt die CO2 Bepreisung und ein Anstieg der Heizkosten für Rückenwind, um effizientere Heizsysteme zu fördern und digitale Fernablesung mit monatlichen Verbrauchsinformationen attraktiv zu gestalten. Quelle (www.isi.fraunhofer.de)

05 November 2021 - Bundesrat entscheidet über die Umsetzung der neuen Heizkostenverordnung

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Messdienst weist die Richtung in die Lösung der Energieeffizienz Richtlinie

Lösung für die Immobilienwirtschaft

Mit unseren asset.services erfüllen wir schon heute die Anforderungen der EED. Monatlich wird über den aktuellen Wasser- und Energieverbrauch informiert und Einsparpotenziale aufgezeigt. So sorgen wir mit unserer automatisierten Fernablesung für mehr Komfort für Eigentümer und Bewohner.

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Unsere Antwort auf die Forderungen der EED:
Smart-Metering für Mieter und Verwalter.

Per App den aktuellen Zählerstand der Messgeräte online einsehen und bequem den Überblick über den Verbrauch behalten. Auf diese Weise kann der Energieeinsatz und damit die verbundenen Kosten übersichtlich und verständlich nachvollzogenen werden. Damit können die Neuerungen der Heizkostenverordnung kommen.

Online Zählerstand einsehen und Verbrauch der Heizkosten überprüfen. Iphone mit App zur Ansicht des Wasserverbrauchs und der Wärmeenergie in der Wohnung.

Cloud basierte Fernablesung für Vermieter und Mieter

Um die Bestimmungen der novellierten Energieeffizienz-Richtlinie umsetzen zu können, wird die Cloud basierte Fernablesung notwendig. Mit unseren Funkzählern setzen wir das um. 

Via GSM-Technik sind die Heizkostenverteiler, Wärmezähler oder Wasserzähler mit dem Internet verbunden. Auch die Rauchwarnmelder werden kontinuierlich auf Funktion geprüft. Eine bestehende Internetverbindung ist dabei nicht nötig, denn unser kostenfreies Gateway (M-Bus-System) stellt das Netzwerk vor Ort zur Verfügung.

Auf unserem Server werden die Zählerdaten entschlüsselt und monatlich Vermieter und Mieter bereitgestellt, sodass die Bestimmungen der EED erfüllt werden.

Fernablesung durch die EED Richtlinie mit digitalen Zählern für mehr Transparenz in der Verbrauchserfassung
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Die monatliche Verbrauchsinformation

Vermieter werden ab dem 1.1.2022 verpflichtet, monatliche Verbrauchsinformationen bereitzustellen. Dabei ist es nicht mehr möglich, auf digitale Zähler zu verzichten. Die Verwaltung würde deutlich zu hoch ausfallen. Ebenfalls ist eine automatisierte Erstellung der monatlichen Verbrauchsinformationen durch ein Abrechnungsprogramm nötig. Wir bieten Ihnen einen Überblick zu unserer nutzerfreundlichen Komplettlösung für Sie und Ihre Mieter. 

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Ihre Gesamtenergie-Entwicklung und Vergleich zum Vorjahr

Unsere Meinung zur EED Richtlinie

Die EED fordert viel. Für private Vermieter ist es nicht mehr möglich, auf einen Messdienstleister mit Fernauslesung und Onlineportal zu verzichten. Die Digitalisierung in der Wohnungswirtschaft wird mit Hilfe der Richtlinie deutlich vorangetrieben. Es müssen strenge Vorgaben umgesetzt werden, um hier die Umwelt zu schützen. Dabei ist die einzige Möglichkeit mit Funksystemen zu arbeiten, um somit den gesetzlichen Bestimmungen Folge zu leisten. Nur WEG-Verwaltungen, Immobilienunternehmen und Eigentümer, die schon heute auf Funktechnologie setzen, sind zukünftig überlebensfähig.

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